Für den Inhalt dieser Seite ist eine neuere Version von Adobe Flash Player erforderlich.

Adobe Flash Player herunterladen

Für den Inhalt dieser Seite ist eine neuere Version von Adobe Flash Player erforderlich.

Adobe Flash Player herunterladen

Transkaranielle Messung Intraoperativ Extrakranielle Messung Monitoring Funktionstest Dopplersonographie HAL Image Map Transcranial Operativ Excranial Monitoring Function Test Doppler Sonography HAL Image Map

Hirntod Diagnose

"Der Hirntod wird definiert als Zustand der irreversibel erloschenen Gesamtfunktion des Großhirns,
des Kleinhirns und des Hirnstamms. Dabei wird durch kontrollierte Beatmung die Herz und
Kreislauffunktion noch künstlich aufrechterhalten.
Wird vom Arzt ein äußeres sicheres Zeichen des Todes (z.B. Enthauptung, Fäulnis, etc.) festgestellt,
so ist damit auch der Hirntod nachgewiesen."
 

Hintergrund

Das Transplantationsgesetz (TPG) schreibt  in § 3 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 TPG die Regeln zur Feststellung des Todes und  § 3 Abs. 2 Nr. 2 TPG, die Verfahrensregeln zur Feststellung des endgültigen, nicht behebbaren Ausfalls der Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms.
Die Bundesärztekammer (BÄK) hat in der 4. Fortschreibung die Richtlinien gemäß §16 Abs. 1. S.1 Nr. 1 TPG zur Feststellung des Hirntodes, die Verfahren und Ablauf beschlossen.

Durch den Organspendeskandal im Jahr 2012 an den Universitäten in Regensburg, München und Göttingen ist die Hirntoddiagnostik wieder zum Gegenstand der ethischen Diskussion rund um die Organtransplantation geworden. Die apparative Zusatzdiagnostik wird als zusätzlicher Sicherheitsaspekt nicht nur bei Angehörigen sondern auch bei durchführenden Ärzten gewertet.

Definition des Hirntodes laut Bundesärztekammer 1997


„Der Hirntod wird definiert als Zustand der irreversibel erloschenen Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms. Dabei wird durch kontrollierte Beatmung die Herz und Kreislauffunktion noch künstlich aufrechterhalten.
Wird vom Arzt ein äußeres sicheres Zeichen des Todes (z.B. Enthauptung, Fäulnis, etc.) festgestellt, so ist damit auch der Hirntod nachgewiesen.“

Voraussetzungen für die Feststellung der erloschenen Hirnfunktion
Ausschluss von Intoxikationen (Vergiftungen), dämpfender Wirkung von Medikamenten (z.B. Sedativa), neuromuskulärer Blockade (z.B. Muskelrelaxantien im Rahmen einer Narkose), primärer Unterkühlung, Kreislaufschock und Koma bei endokriner, metabolischer oder entzündlicher Erkrankung als möglicher Ursache oder Mitursache des Ausfalls der Hirnfunktion.

Klinische Zeichen des Hirntods
  1. Bewußtlosigkeit (Koma)
  2. Lichtstarre Pupillen
  3. Fehlen des okulo-zephalen Reflexes (Mitbewegung der Augen bei passiver Drehung des Kopfes)
  4. Ausfall des Kornealreflexes (Lidschluss bei Berührung der Hornhaut)
  5. Ausfall von Schmerzreizen
  6. Fehlender Schluck- und Würgereflex
  7. Ausfall der Spontatmung (Apnoe-Test)



Quelle: Netter

Laut der Fortschreibung zur Feststellung des Hirntodes müssen die Voraussetzungen und alle klinischen Zeichen gemeinsam zutreffen. Dies muss durch weitere Beobachtung innerhalb angemessener Zeit bestätigt werden. Für die Feststellung des Hirntods bei primär infratentoriellen (allgemein: alle Hirnschädigungen, die nicht das Großhirn betreffen; z.B. Hirnstamm) Hirnschädigungen ist der Hirntod erst durch Null-Linien-EEG oder durch zerebralen Perfusionsstillstand (z.B. mittels TCD) bewiesen.

Apparative Zusatzdiagnostik laut der 4. Fortschreibung zur Feststellung des Hirntodes

Der Hirntod muss entweder durch zwei klinische Untersuchungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten („in angemessenem Abstand“) oder durch klinische Untersuchung und eine apparative Zusatzuntersuchung festgestellt werden. Dazu gehören:

 

  1. EEG (Null-Linie)
  2. Evozoierte Potentiale (SEP, FAEP)
  3. Zerebraler Perfusionsstillstand gemessen durch
    • a. Transkranielle Dopplersonographie
    • b. Hirnperfusionsszintigraphie
    • c. Selektive arterielle Angiographie (Cave: Voraussetzung zur Durchführung ist die objektive Möglichkeit zur therapeutischen Intervention)


Diagnosekriterien für die transkranielle Dopplersonographie

Der zerebrale Zirkulationsstillstand kann mit der Dopplersonographie durch transkranielle Beschallung der Hirnbasisarterien und Untersuchung der extrakraniellen hirnversorgenden Arterien von einem in dieser Methode speziell erfahrenen Untersucher bewiesen werden, wenn bei mindestens zweimaliger Untersuchung im Abstand von wenigstens 30 Minuten einer der folgenden Befunde beidseitig dokumentiert wird:

  • Biphasische Strömung (oszillierende Strömung) mit gleich ausgeprägter antero- und retrograder Komponente oder kleine frühsystolische Spitzen, die kleiner als 50 cm/s sind, und sonst fehlende systolische und diastolische Strömung in den Aa. cerebri mediae, Aa. carotides internae intrakraniell, sowie in den übrigen beschallbaren intrakraniellen Arterien und in den extrakraniellen Aa. carotides internae und Aa. vertebrales.
     
  • Ein Fehlen der Strömungssignale bei transkranieller Beschallung der Hirnbasisarterien kann nur dann als sicheres Zeichen eines zerebralen Kreislaufstillstandes gewertet werden, wenn derselbe Untersucher einen Signalverlust bei zuvor eindeutig ableitbaren intrakraniellen Strömungssignalen dokumentiert hat und an den extrakraniellen hirnversorgenden Arterien ebenfalls ein zerebraler Kreislaufstillstand nachweisbar ist.





Flusssignale bei steigendem Hirndruck, die den zerebralen Perfusionsstillstand beweisen.

Abbildungen aus/nach Conti et al., 2009.

Vorteile der TCD:


  • Sehr hohe Spezifität (nahezu 100% in der Literatur)
  • Etwas schlechtere Sensitivität (laut Literatur 75-90 %)
    • Wahrscheinlich durch fehlende Schallfenster verursacht
      • Kann durch Insonation des Carotissiphons durch die Orbita verbessert werden
      • Kann durch Wiederholungsuntersuchungen verbessert werden
  • TCD ist günstig, am Bett durchführbar (vermeidet den Transport der Intensiv-Patienten) und unschädlich.
  • Auch bei Intoxikationen einsetzbar
  • Unabhängig von der Art der ursächlichen zerebralen Schädigung.


Literatur:


Anhang:
Protokoll zur Feststellung des Hirntodes der Bundesärztekammer

Allg. Quelle:

Doppler- und Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien. Widder et Görtler, Springer Verlag,2004
TPG
(Gesetz über die Spende, Entnahme und Übertragung von Organen und Geweben),
BÄK
(Bundesaerztekammer); TPG: Die Regeln zur Feststellung des Todes

Downloads
Literatur: Hirntod Diagnose (EN)
PDF öffnen (279 KB)

DWL Atlas der Dopplersonographie

Literaturrecherchen

download pdfAnästhesie (EN) PDF | 144 KB
download pdfAutoregulation (EN) PDF | 163 KB
download pdfDemenz (EN) PDF | 178 KB
download pdfEmbolie Differenzierung (EN) PDF | 113 KB
download pdfEmbolie Gefäßchirurgie (EN) PDF | 232 KB
download pdfEmbolie Schlaganfallrisiko (EN) PDF | 182 KB
download pdfFunktionelle TCD (EN) PDF | 198 KB
download pdfHirndruck (EN) PDF | 141 KB
download pdfHirntod (EN) PDF | 233 KB
download pdfICU (EN) PDF | 162 KB
download pdfMikrodoppler (EN) PDF | 124 KB
download pdfParkinson (EN) PDF | 85 KB
download pdfReanimation (EN) PDF | 94 KB
download pdfRechts-Links Shunt (EN) PDF | 201 KB
download pdfSichelzellenanämie (EN) PDF | 152 KB
download pdfSonothrombolyse (EN) PDF | 175 KB
download pdfSchlaganfall (EN) PDF | 192 KB
download pdfVasospasmus (EN) PDF | 140 KB
download pdfAnaesthesiology (PDF | 144 KB)
download pdfAutoregulation (PDF | 163 KB)
download pdfDementia (PDF | 178 KB)
download pdfEmboli differentiation (PDF | 113 KB)
download pdfEmboli vascular surgery (PDF | 232 KB)
download pdfEmboli stroke risk (PDF | 182 KB)
download pdfFunctional TCD (PDF | 198 KB)
download pdfBrain pressure (PDF | 141 KB)
download pdfBrain death (PDF | 233 KB)
download pdfICU (PDF | 162 KB)
download pdfMicrodoppler (PDF | 124 KB)
download pdfParkinson (PDF | 85 KB)
download pdfReanimation (PDF | 94 KB)
download pdfRight-Left-Shunt Detection (PDF | 201 KB)
download pdfSickle cell anemia (PDF | 152 KB)
download pdfSonothrombolysis (PDF | 175 KB)
download pdfStroke (PDF | 192 KB)
download pdfVasospasm (PDF | 140 KB)

Produkte

• Preiswertes Einstiegsmodell
• Kompaktbauweise
• Integrierte Tastatur
• Optimierte Audioausgabe
• Integriertes DVD-Laufwerk
• Für den Einsatz in der Praxis
 
• Anschluss an jeden PC
• Brilliante Signalqualität
• Hochauflösende Bildqualität
• Messbereich bis 1200 cm/s
• Doppler M-Mode für 16 MHz
• Flexibel und modular
 
• Ergonomische Bauweise
• Tragbar
• Integrierter Monitor
• Doppler M-Mode
• Einfaches Nachrüsten von Softwareoptionen
• Vielfältige Einsatzbereiche
 
• Komplettlösung auf Spitzenniveau
• Höchste Signal- und Bildqualität
• Ergonomischer Systemwagen
• Dreh- und ausziehbares Bediencockpit
• Touchscreen-Fernbedienung – 
   programmierbar
• Frei beweglicher Monitor
• Integriertes CO2- Modul - optional
 
• DWL-Doppler und Duplex in Einem
• Höchste Signal- und Bildqualität
• Einzigartiges Bedienkonzept
• Ergonomischer Systemwagen
• Dreh- und ausziehbares Bediencockpit
• Touchscreen-Bedieneinheit und trackball
• Frei beweglicher Monitor